Touristischer Guide Palio Di Siena

 

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Palio Di Siena

Der Palio (manchmal auch: das Palio, ital. Il Palio) ist eines der härtesten Pferderennen der Welt. Es wird auf dem zentralen Platz in Siena ausgetragen, der Piazza del Campo. Im Rennen zu Ehren der Jungfrau Maria treten die heutigen 17 Contraden, die Stadtteile Sienas, gegeneinander an (siehe: Regeln). Es wird seit dem Mittelalter zweimal jährlich veranstaltet und ist „das“ Ereignis in Siena. Daneben gibt auch noch einen Palio in Asti, der am dritten Sonntag im September veranstaltet wird. Der Palio wird zweimal jährlich im Sommer, immer am 2. Juli und am 16. August, ausgeführt. Jede der 17 Contraden wird durch einen Reiter und ein Pferd repräsentiert. Beide tragen die Farben und Wappen der entsprechenden contrada. Fahnen der ContradenPro Rennen sind immer nur 10 Contraden der 17 Contraden zugelassen. Dies sind immer die 7 Contraden, die im Vorjahr beim entsprechenden Rennen aussetzen mussten und 3 Contraden, die durch das Los bestimmt werden. Die beiden jährlichen Rennen werden unabhängig voneinander betrachtet. Das oben genannte Verfahren zur Bestimmung, welche Contrade teilnimmt, wird auf die Rennen von Juli auf Juli und auf das Rennen von August auf August getrennt angewendet. Das macht die Sache sehr spannend und ermöglicht eine gewisse Chance der Teilnahme einer oder mehrerer Contraden an beiden Rennen in einem Jahr. Kann eine Contrade beide Rennen in einem Jahre gewinnen, nennt man diesen Sieg "cappotto". Dies kommt allerdings sehr selten vor (1997 und 1933 waren die letzten beiden cappotto-Siege). Keine der Contraden besitzt eines der Pferde (Halbblüter), die bei den Rennen eingesetzt werden. Eine Kommission inspiziert eine Vorauswahl von 30 Pferden, von denen dann die 10 Pferde für das Rennen ausgewählt werden. Welches Pferd welcher Contrade zukommt, entscheidet dann wieder das Los. Diese Auslosung findet 4 Tage vor dem Rennen statt und wird "tratta" genannt. Am Jubel des Stadtteils kann man erkennen, ob der Stadtteil ein gutes oder schlechtes Pferd zugelost bekommen hat. Auf dieses Pferd, welches barbero (Berber) genannt wird und vor dem Rennen in der Kirche der jeweiligen Contrade gesegnet wird, achtet Tag und Nacht ein Reitknecht (barbaresco). Auch die fantini, die Reiter, sind keiner der Contraden zugehörig. Diese Jockeys werden gemietet. Der fantino erhält sein Honorar vom jeweiligen capitano der Contrade. Letzterer ist für 4 Tage gewählt und erhält für diese Zeit absolute Machtbefugnis über seine Contrade. Die Rennbahn ist ein ca. 300m langer Rundkurs auf dem äußeren Ring der Piazza del Campo. Dieser Ring wird mit einem speziellem Belag (eine Mischung aus Tuff und Sand) in 20 cm Dicke aufgebracht und festgestampft. Die Breite der Bahn beträgt 7,5m. Der Einzug (passeggiata) der Contraden auf die Piazza del Campo ist sehr eindrucksvoll. Zuerst kommen die am Rennen teilnehmenden Contraden. An erster Stelle kommt der Page (figurino), welcher die Standarte der Contrade trägt. Gefolgt vom Rennpferd (barbero), welches vom Reitknecht (barberesco) geführt wird. Der Jockey (fantino) folgt auf einem nur für den Einzug gestellten Paradepferd (soprallasso). Nach den teilnehmenden Contraden folgen die 7 Contraden, die nicht an diesem Rennen teilnehmen. Hinter diesen folgt der von 4 Ochsen gezogene Fahnenwagen (carrocio) mit dem Palio. Dieses Banner erhält die siegreiche Contrade. (http://de.wikipedia.org/wiki/Palio)