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Modena hat seinen Ursprung im antiken Mutina auf dem Territorium der Boier, das wahrscheinlich im Krieg von 215-212 v. Chr. in den Besitz der Römer kam. 183 v. Chr. wurde Mutina Sitz einer römischen Kolonie. Die römische Stadt lag unmittelbar südöstlich der modernen Stadt und befindet sich mehrere Meter unterhalb. Im Kaiserreich scheint die Stadt eine gewisse Bedeutung gehabt zu haben. Ihre Weingärten und Töpfereien werden von Plinius erwähnt, wobei letztere einen erheblichen Exporthandel betrieben. Dass Territorium grenzte an das von Bologna und Regium, und im Süden scheint es bis zum Apenninenkamm ausgedehnt gewesen zu sein. Während der Bürgerkriege verharrte 78 v. Chr. Marcus Brutus, der Leutnant von Lepidus, innerhalb der Stadtmauern gegen Pompeius. 44 v. Chr. wurde der Ort von D. Brutus erfolgreich vier Monate lang gegen Mark Anton verteidigt. Im 4. Jahrhundert verfiel Mutina allmählich. Die Plünderungen Attilas und die Probleme der langobardischen Periode ließen es als zerstörte Stadt in einem Ödlang zurück. Im 7. Jahrhundert wurde, vielleicht aufgrund einer schrecklichen Überschwemmung, 6 km nordwestlich an der Stelle des heutigen Cittanova eine neue Stadt gegründet, Città Geminiana. Aber gegen Ende des 9. Jahrhunderts wurde Modena wiederaufgebaut und von seinem Bischof Ludovicus befestigt. Als 1099 mit dem Bau der Kathedrale begonnen wurde, war die Stadt Teil der Besitzungen der Markgräfin Mathilde von Tuszien. Aber als das Gebäude im Jahr 1184 von Lucius III. eingeweiht wurde, war es eine freie Kommune. In den Kriegen zwischen Friedrich II. und Gregor IX. stellte sie sich auf die Seite des Kaisers, wenn auch die päpstliche Fraktion stark genug war, um die Politik in Verwirrung zu stürzen. 1288 wurde Obizzo d'Este als Herr der Stadt anerkannt. Nach dem Tod seines Nachfolgers Azzo VIII. (1308) erhielt sie wieder ihre Unabhängigkeit als Kommune; um 1336 war die Este-Familie jedoch wieder an der Macht. 1452 wurde Modena zugunsten Borso d'Este als Herzogtum konstituiert und von Ercole II. vergrößert und verstärkt. Bei der Einverleibung Ferraras in den Kirchenstaat 1598 wurde es herzögliche Residenz. Franz I. (1629-1658) errichtete die Zitadelle und begann den Palast, der von Francesco II. wesentlich verschönert wurde. Rinaldo wurde bei den französischen Invasionen zweimal aus der Stadt vertrieben (1737). Im Gegenzug annektierte Modena 1737 die Grafschaft Novellara und stürzte die bisher dort regierenden, mit Frankreich verbündeten Gonzaga. Viele ihrer öffentlichen Gebäude verdankt die Stadt Francesco III. (1737-1780), der enge Beziehungen zum Kaiserhaus Österreich anknüpfte. Sein Sohn Ercole III. (1780-1796) ehelichte die Thronerbin des Doppelherzogtums Massa und Carrara und verband seine eigene Erbtochter Maria Beatrice († 1829) mit einem Sohn der Kaiserin Maria Theresia, Erzherzog Ferdinand von Österreich († 1806), dem Stammvater des Hauses Österreich-Este. Im Zuge der umwälzenden Französischen Revolutionskriege nützten dem letzten Este-Herzog jedoch diese Verbindungen nichts, 1796 wurden Stadt und Herzogtum Modena von den Franzosen besetzt und zunächst in die Cispadanische Republik transformiert, 1797 in die Cisalpinische Republik (Lombardei) einbezogen, die sich später zum napoleonischen "Königreich Italien" verwandelte. Ercole III. d'Este starb 1803 im Exil in Treviso, das ihm aufgrund österreichischer Fürsprache als Entschädigung zugesprochene deutsche Herzogtum Breisgau und Ortenau regierte kurzfristig sein Schwiegersohn Ferdinand von Österreich bis 1805. Nach dem Sturz Napoleons 1814 erhielt der älteste Sohn Ferdinands und Maria Beatrices, Franz IV. von Österreich-Este (1814-1846), die Stati Estensi zurück. Nach dem Tode seiner Mutter 1829 erbte er die Herzogtümer Massa und Carrara, sein Sohn fügte später 1848 dem Staatenverbund noch das kleine Herzogtum Guastalla hinzu. Die Herrschaft Franz IV. war gegenüber Österreich teils unterwürfig, teils intrigant, innenpolitisch jedoch durchweg reaktionär und despotisch. Der Herzog versuchte vergeblich, durch die Ehe mit einer sardinischen Prinzessin und die Bekämpfung des dortigen als liberal geltenden Thronfolgers Karl Albert, des Stammvaters der späteren Könige von Italien, selbst zum König von Sardinien aufzusteigen. Beim Ausbruch der Julirevolution 1830 wiederum soll Franz IV. kurzfristig geneigt gewesen sein, die revolutionäre Bewegung in Modena zu ermuntern und für seinen dynastischen Ehrgeiz auszunutzen. Doch kaum hatte die österreichische Armee den Aufständen in Mittelitalien ein Ende gesetzt, kehrte er zu seiner früheren Politik zurück und ließ jene Führer der modenesischen Liberalen, mit denen er zuvor heimlich verhandelt hatte, hinrichten. Sein Sohn und Nachfolger Franz V. Ferdinand (1846-1859/60) folgte im wesentlichen der Politik seines Vaters. Nachdem er im März 1848 durch die Revolution zum Verlassen seiner Länder gezwungen wurde, kehrte er im August 1849 unter dem Schutz österreichischer Truppen zurück und führte ein unbarmherzig reaktionäres, weithin verhasstes Regime. Im Juni 1859 – nach der Niederlage Österreichs in Italien gegen Frankreich und Sardinien – musste Franz V. endgültig flüchten, wobei er nicht vergaß, seine kostbarsten Kunstschätze und seine politischen Gefangenen mit sich nach Österreich zu nehmen. Im März 1860 wurden die modenesischen Staaten Teil des Königreichs Sardinien und gingen 1861 im Einheitsstaat Italien auf. Als der gestürzte Herzog Franz V. 1875 kinderlos im österreichischen Exil verstarb, erbte sein Vermögen und den Titel eines "Erzherzogs von Österreich-Este" der junge Erzherzog Franz Ferdinand (* 1863, † 1914), ein Neffe des österreichischen Kaisers Franz Joseph I., der seit 1896 Thronfolger von Österreich-Ungarn war und dessen Ermordung in Sarajevo im Juni 1914 den unmittelbaren Anlass des Ersten Weltkrieges bildete. Eine Schwester Franz V., Maria Theresia von Modena († 1886), war die Gattin des letzten Thronanwärters der Bourbonen auf die französische Königskrone, des Grafen Heinrich von Chambord († 1883).

Gemeinde Modena Landschaft Emilia-Romagna und ist in der Provinz von Modena. Postleitzal ist 41100 und Telefonvorwalle ist +39 059. Einwohnerschaft ist 175.442 und die Oberfläche ist von 182 quadrierter Kilometer2, mit einer Dichte von 960 Personen für Kilometer2. Distance: from Rome 333 km, from Florence 104 km and from Venedig 140 km.

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